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Lineareinheiten, auch Verstelleinheiten genannt, bestehen aus einer Führung, die für eine reibungsarme Bewegung der Einheit sorgt, und einem Antrieb, der die Bewegung antreibt. Der Antrieb kann ein Elektromotor, ein Pneumatikzylinder, Hydraulikzylinder oder ein Handrad sein.
Lineareinheiten können für eine Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden, wie z. B. in der Verpackungsindustrie, der Materialhandhabung, der Robotik, der Medizintechnik, der Messtechnik und der Automobilindustrie. Sie ermöglichen präzise und wiederholbare Bewegungen in einer geraden Linie und tragen somit zu einer effizienten und zuverlässigen Automatisierung bei.
Lineareinheiten sind frei konfigurierbar und werden grundsätzlich zwischen Einrohr- und Doppelrohr-Lineareinheiten unterschieden.
Einrohr-Lineareinheiten gibt es mit einem Schlitten, mit zwei gegenläufigen Schlitten und mit zwei unabhängigen Schlitten die sich infolge getrennter Spindeln unabhängig entlang des Führungsrohrs bewegen.
Doppelrohr-Lineareinheiten sind jeweils mit Einzel- bzw. Doppelschlitten erhältlich und in drei Schlitten-Typen wie die Einrohr-Varianten differenzierbar.
Bei höheren Anforderungen an die Führungsgenauigkeit empfiehlt sich der Einsatz von Präzisions-Doppelrohr-Lineareinheiten. Die Rundführungen sind über einen Konus kraftschlüssig in den Endelementen befestigt, wodurch eine höhere Präzision erzielt wird.
Die mittig verbaute, beidseitig kugelgelagerte Spindel kann als Trapezgewinde-, Feingewinde- sowie als Kugelumlaufspindel ausgeführt sein. Die Kraftübertragung zwischen Kugelumlaufspindel und Kugelgewindemutter erfolgt über Wälzkörper. Das ermöglicht, den Kugelgewindetrieb spielfrei einzustellen und eine höhere Genauigkeit der Verstellbewegung zu erreichen. Der geringere Rollwiderstand reduziert zudem den Verschleiß und die Antriebsleistung.